Kuh- und Pferdestall wird zum Kunstraum

Kunstausstellung im Stall

Am 25. September 2010 in Münchingen


 

Seit 25 Jahren in Münchingen, wird der zweite Vorstand des Reit- und Fahrvereins nun auch künstlerisch aktiv.

Erstmals präsentiert Gvido Esmanis Werke aus der Serie

„ALLES PFERD – oder was?“ in einer Sonderausstellung der Öffentlichkeit.

Die Bilder und Plastiken entstehen in seinem Werkstatt-Atelier „Freiraum“ welches sein zehnjähriges Bestehen feiert. 2001 hat Esmanis einen Teilbereich vom Pferdestall zum Werkstatt-Atelier umgebaut; Dutzende Milchkühe und bis zu zwanzig Pferde hatten auf dem Hof ihr Zuhause. Nun ist das letzte Pferd ausgezogen. Die Gelegenheit für den „Freiwerker“, wie er sich selbst bezeichnet, den kompletten Stalltrakt zum Kunstraum zu erklären.

Plastiken aus gebranntem Ton, erdenfarben oder bunt, meist skurril, werden neben abstrakten Bildern im gesamten Stalltrakt ausgestellt. In den Werken verbergen sich oft Linien, Konturen oder Farbflächen, entlehnt aus der Anatomie des Pferdes.


Ende der Neunziger Jahre während eines Managerseminares entdeckte er in Zusammenarbeit mit einer Kunstpädagogin sein Faible für das dreidimensionale Gestalten mit dem Erdenmaterial Ton. Seine Kreativität und Phantasie, die er bis dahin beim Organisieren von Firmenstrukturen und als Geschäftsführer nutzte, lebt er fortan im Gestalten von Skulpturen sowie Bildern aus Acryl und anderen Materialien. „Schon mein erstes Objekt war ein Pferdekopf“ erinnert sich der Freiwerker gerne. Bis heute zieht sich das Pferd wie ein roter Faden durch sein Leben; nur in wenigen seiner Werke ist keine Linie oder Kontur des edlen Tieres, offensichtlich oder versteckt und abstrahiert zu finden. „Freiwerker“ so bezeichnet sich Gvido Esmanis wegen seines unkonventionellen und freien Umganges bei seinen Arbeiten und seiner Einstellung zu Kunst und dem „Kunstmarkt“. Frei will er sein von Zwängen. Ungewöhnlich auch sein Wirken beim vermarkten seiner Objekte. Vernissagen, Galeristen, Kunstvereine reizen ihn nicht. Er geht bei der Vermarktung seiner Objekte den direkten Weg.


Mehrfach mit dem Pferd verbunden.

Ein wenig Abwechslung sollte es 1975 sein: der Besuch in einem Reitstall mit seiner lettischen Folkloregruppe. „Ich war so fasziniert und bin bei den Pferden und der Reiterei hängen geblieben.“ So erinnert sich Gvido Esmanis. Als Reiter und Pferdehalter war er beteiligt an der Ausbildung junger Pferde und im Ländle unterwegs auf den Turnierplätzen und Vielseitigkeitsstrecken.


Beruflich ist er aktiv in Sachen Ergänzungsfutter für Pferde; auf Messen und Reiterforen berät er Pferdebesitzer aus dem Hobby- und Sportbereich. Bis in die Mongolei verschickt er das Spezial-Ergänzungsfutter.